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Gesundheit5 Min. Lesezeit

BMR und TDEE: Wie viele Kalorien sollten Sie wirklich essen?

Fettabbau heißt Kaloriendefizit – aber relativ zu Ihrem tatsächlichen Verbrauch. BMR und TDEE liefern die Antwort.

Auf die Frage „Wie viel soll ich essen?“ gibt es keine Pauschalantwort; sie hängt von Körper und Aktivität ab. BMR und TDEE machen diese Frage messbar.

BMR: der Verbrauch im Liegen

Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die Ihr Körper in völliger Ruhe, nüchtern und bei neutraler Temperatur benötigt. Er macht 60–75 % des Tagesverbrauchs aus. Schätzen Sie ihn mit dem BMR-Rechner auf Basis der Mifflin-St-Jeor-Formel.

TDEE: der echte Verbrauch inklusive Aktivität

Der Gesamtumsatz multipliziert den BMR mit einem Aktivitätsfaktor: etwa 1,2 sitzend, 1,375 leicht, 1,55 moderat, 1,725 intensiv. Der TDEE-Rechner liefert das Ergebnis direkt.

  • Sitzend (Büro, kaum Sport): BMR × 1,2
  • Leicht (1–3 Tage Training/Woche): BMR × 1,375
  • Moderat (3–5 Tage/Woche): BMR × 1,55
  • Intensiv (6–7 Tage/Woche): BMR × 1,725

So planen Sie Ihre Zufuhr

Fettabbau: 300–500 kcal unter dem TDEE pro Tag – theoretisch etwa 0,3–0,5 kg pro Woche. Muskelaufbau: 200–400 kcal über dem TDEE bei ausreichend Eiweiß.

Unterschreiten Sie den BMR nicht dauerhaft. Zu wenig Energie senkt den Umsatz und baut Muskel ab – der Fettabbau wird schwerer und der Jo-Jo-Effekt wahrscheinlich.

Nutzen Sie den Makro-Rechner für die Verteilung von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett; das lässt sich besser durchhalten als reines Kalorienzählen.

Der Rechner ist ein Startpunkt

Formeln haben individuelle Abweichungen, teils um 10 %. Praxisnah: Mit dem Schätzwert zwei Wochen starten, die Waage beobachten und nachjustieren. Bewegt sich nichts, weitere 100–200 kcal kürzen.