Mieten oder kaufen? Rechnen Sie es durch, bevor Sie entscheiden
„Kaufen schlägt mieten“ hört man oft – die echte Antwort hängt vom Preis-Miet-Verhältnis, Ihrer Wohndauer und Ihrer Stadt ab.
Kaum eine Finanzentscheidung ist so emotional wie Miete versus Kauf. Ältere sagen, Miete sei „die Hypothek des Vermieters zahlen“; Makler sagen „früh kaufen, früh profitieren“. Dabei lässt sich die Frage mit Zahlen klären statt mit Parolen.
Zwei Kennzahlen, die zählen
- Preis-Miet-Verhältnis: Kaufpreis ÷ Jahresmiete. Je niedriger, desto eher lohnt Kaufen. Faustregel: unter 15 spricht für Kauf, über 25 für Miete.
- Haltedauer: Wie lange bleiben Sie in der Stadt? Transaktionskosten – Steuern, Makler, Renovierung – müssen sich über Jahre amortisieren.
Die wahren Kosten des Kaufs sind mehr als die Rate
Viele vergleichen nur „Rate vs. Miete“ – das ist unvollständig. Kaufen bringt zusätzlich die Opportunitätskosten des Eigenkapitals, Instandhaltung, Reparaturen, Grundsteuer und spätere Verkaufskosten mit sich. Mieten kostet die Miete selbst plus die Opportunitätskosten der Kaution.
Nutzen Sie den Hypothekenrechner für Rate und Zinssumme und den ROI-Rechner für den möglichen Ertrag des Eigenkapitals am Kapitalmarkt – und stellen Sie beides nebeneinander.
Wann Mieten die bessere Wahl ist
- Sie bleiben weniger als 3 bis 5 Jahre in der Stadt.
- Job oder Einkommen sind unsicher und Sie brauchen Flexibilität.
- Das Preis-Miet-Verhältnis vor Ort ist deutlich hoch.
- Sie können die Anzahlung nicht stemmen, ohne Ihren Notgroschen zu leeren.
Ein Mittelweg
Erst mieten ist keine Schande. Eigenkapital aufbauen, Stadt und Viertel kennenlernen, Berufliches festigen – besser als unter Druck zu kaufen. Wenn Sie sicher sind zu bleiben, rechnen Sie es mit dem Hypothekenrechner gründlich durch.
