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Kochen4 Min. Lesezeit

Kosten pro Portion: Ist Selberkochen wirklich günstiger?

Selberkochen ist meist billiger als auswärts – aber wie viel hängt an der Rechnung. Zutaten, Gewürze und Energie gehören hinein.

„Selberkochen spart Geld“ gilt als ausgemacht, doch mit Gewürzen, Gas, Strom und Ihrer Zeit kann das Ergebnis überraschen. Das heißt nicht, dass Kochen sich nicht lohnt – sondern dass sich ein genauer Blick lohnt.

Was ein Gericht wirklich kostet

  • Hauptzutaten: Fleisch, Gemüse, Beilagen – berechnet nach Verbrauch, nicht nach Packungspreis.
  • Gewürze: Öl, Salz, Sojasauce, Gewürze – je Portion klein, auf Dauer beachtlich.
  • Energie: Gas oder Strom, pro Kochvorgang meist ein kleiner Betrag.
  • Putverlust: Schälen und Putzen entfernen meist 10–30 % der eingekauften Menge.

Der Lebensmittelkostenrechner summiert das und zeigt die wahren Kosten pro Portion.

Häufiger Fehler: nur die Hauptzutaten rechnen und Gewürze sowie Energie vergessen. Bei einem einfachen Hausmannsgericht machen diese 15–25 % aus.

Die Falle beim Großpackungskauf

Großpackungen sind im Stückpreis billiger, aber zwei Fragen zählen: Brauchen Sie alles vor dem Verderb, und was kostet die Lagerung? Was Sie beim 5-kg-Reissack sparen, ist verloren, wenn die Hälfte verdirbt.

Wann Kochen wirklich günstiger ist

  • Für mehrere Personen: die Kosten verteilen sich, mehr Portionen heißt besserer Preis.
  • Mit Saisongemüse: Gemüse außer der Saison kostet leicht das Zwei- bis Dreifache.
  • Bei einfacher Würzung: Rezepte mit teuren Saucen und importierten Gewürzen steigen schnell.
  • Mit Resteverwertung: ein ganzes Huhn über zwei Mahlzeiten ist günstiger als nur Brustfilet.

Der Wert Ihrer Zeit

Streng genommen hat Kochzeit einen Preis, den die meisten jedoch nicht ansetzen – für viele ist Kochen Entspannung oder Familienzeit. Ob Sie sie einrechnen, bleibt Ihnen überlassen. Ist Ihre Zeit teuer, können vorbereitete Zutaten wie vorgeschnittenes Gemüse trotz höherem Kilopreis unterm Strich günstiger sein.