Inflation

Berechnen Sie die Auswirkung der Inflation

Die Rechner auf dieser Website liefern Schätzungen nur zu allgemeinen Informationszwecken. Es handelt sich nicht um Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Konsultieren Sie einen qualifizierten Fachmann, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

So nutzen Sie Inflation

  1. 1Geben Sie einen Betrag sowie Start- und Endjahr ein.
  2. 2Tragen Sie die durchschnittliche jährliche Inflationsrate ein, als historischen Mittelwert oder als eigene Annahme.
  3. 3Lesen Sie den inflationsbereinigten Wert und den Verlust an Kaufkraft ab.

Wie Inflation die Kaufkraft mindert

Realwert = Nominalbetrag ÷ (1 + Inflationsrate)ⁿ

Inflation heißt, dass dieselbe Summe immer weniger kauft. Die Umrechnung diskontiert den Nominalbetrag mit der Inflationsrate zurück: Eine Einheit in n Jahren entspricht heute 1 ÷ (1 + i)ⁿ. In die andere Richtung, was aus heutigen 100 nominal wird, rechnet man mit 100 × (1 + i)ⁿ. Beide Richtungen nutzen dieselbe Zinseszinsformel, einmal geteilt und einmal multipliziert.

Entscheidend ist der Zinseszinseffekt des Verlusts. 3% Inflation klingen harmlos, doch nach etwa 24 Jahren ist die Kaufkraft halbiert, denn 1,03 hoch 24 ist rund 2. Bei 5% genügen etwa 14 Jahre. Deshalb muss langfristiges Sparen an der Realrendite gemessen werden, also Nominalrendite minus Inflation: Bei 2% Zins und 3% Inflation verliert Ihr Geld real rund 1% pro Jahr, und je länger es liegt, desto teurer wird das.

Zeithorizont2% Inflation3% Inflation5% Inflation
nach 10 Jahren≈ 82,0≈ 74,4≈ 61,4
nach 20 Jahren≈ 67,3≈ 55,4≈ 37,7
nach 30 Jahren≈ 55,2≈ 41,2≈ 23,1

Kaufkraft von 100 bei verschiedenen Inflationsraten

Häufige Fragen

Warum weicht der offizielle VPI von meiner gefühlten Inflation ab?

Der Verbraucherpreisindex ist ein gewichteter Durchschnitt über einen Warenkorb, der einen repräsentativen Haushalt abbildet. Ihre eigene Ausgabenstruktur weicht ab: Wenn Sie viel für Miete, Bildung oder Gesundheit ausgeben und diese stärker steigen, liegt Ihre persönliche Inflation über der veröffentlichten. Zudem bereinigt der Index um Qualität; ein teureres Handy mit deutlich mehr Leistung gilt nicht vollständig als Inflation.

Welchen Wert sollte ich langfristig annehmen?

In den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften liegt der langfristige Durchschnitt zwischen 2% und 3%, was auch dem Zielband vieler Zentralbanken entspricht. Für Ruhestands- oder Bildungsplanung sind 3% als neutraler Fall sinnvoll, ergänzt um ein pessimistisches Szenario von 4% bis 5%. Inflation gehört zu den unsichersten Größen der Langfristplanung; lieber zu hoch als zu niedrig ansetzen.

Was ist Deflation, und kommt sie vor?

Deflation ist ein breiter, anhaltender Preisrückgang, also negative Inflation. Sie klingt angenehm, ist aber gefährlich: Wer sinkende Preise erwartet, schiebt Käufe auf, Unternehmen senken Preise und streichen Stellen, die Nachfrage fällt weiter, und der Kreislauf verstärkt sich. Japan kämpfte ab den 1990er-Jahren damit, weshalb Zentralbanken eine moderate Inflation um 2% ansteuern.

Wie berechne ich die Realrendite?

Exakt gilt: (1 + Nominalrendite) ÷ (1 + Inflation) − 1, also bei 6% nominal und 3% Inflation rund 2,91% real. Für die Praxis reicht die Differenz, hier 3%. Ob eine Anlage Ihr Vermögen wirklich vermehrt, zeigt immer die Realrendite, nicht die ausgewiesene Nominalrendite.

Mehr Tools