Idealgewicht

Berechnen Sie das ideale Koerpergewicht mit mehreren Formeln

Diese Rechner liefern nur allgemeine Informationen und sind kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Gesundheitsdienstleister.

So nutzen Sie Idealgewicht

  1. 1Wählen Sie Geschlecht und Einheitensystem, die Koeffizienten unterscheiden sich nach Geschlecht.
  2. 2Geben Sie die Körpergröße ein; manche Formeln fragen zusätzlich nach Alter oder Körperbau.
  3. 3Vergleichen Sie die Spanne mehrerer Formeln und achten Sie auf die systematischen Unterschiede.

Die verschiedenen Formeln für das Idealgewicht

Devine (Männer) = 50 + 0,9 × (Größe cm − 152,4); Hamwi (Frauen) = 45,5 + 0,9 × (Größe cm − 152,4)

Das Idealgewicht ist kein einzelner Standard, sondern eine Familie historischer Gleichungen. Die Devine-Formel von 1974 diente ursprünglich der Berechnung von Narkose- und Medikamentendosen und wurde später für den Alltag übernommen. Hamwi und Robinson entstanden etwas früher und liefern ähnliche Werte. Allen gemeinsam ist die Form aus einem Grundwert plus 0,9 kg je Zentimeter über 152,4 cm, also fünf Fuß.

Zwei Einschränkungen sind wichtig. Erstens stammen die Gleichungen aus Jahrzehnten zurückliegenden, überwiegend westlichen Stichproben und berücksichtigen weder Alter noch Knochenbau noch Muskelmasse, weshalb sie für asiatische Bevölkerungsgruppen um 5% bis 10% zu niedrig liegen. Zweitens dienen sie unterschiedlichen Zwecken: Devine der Dosierung, der BMI der Gesundheitsvorsorge, der Körperfettanteil der Körperzusammensetzung. Verstehen Sie das Idealgewicht als Band von etwa ±10% um die Ergebnisse, nicht als exaktes Ziel.

FormelMann 175 cmFrau 165 cmHinweis
Devine (1974)≈ 70,4 kg≈ 56,7 kgMeist für Medikamentendosen
Hamwi (1964)≈ 70,3 kg≈ 56,7 kgNahe bei Devine
Robinson (1983)≈ 68,0 kg≈ 56,9 kgBei Männern etwas niedriger
Miller (1983)≈ 69,4 kg≈ 56,8 kgZwischen beiden

Idealgewicht nach Formel (Mann 175 cm, Frau 165 cm)

Häufige Fragen

Entspricht das Idealgewicht einem normalen BMI?

Sie korrespondieren ungefähr, aber nicht exakt. Die Werte der Devine-Formel entsprechen für die meisten Körpergrößen einem BMI von etwa 21 bis 23, also dem unteren Mittelfeld des Normalbereichs, während der normale BMI von 18,5 bis 24,9 reicht. Bei gegebener Größe ist der normale BMI damit ein deutlich breiteres Ziel; es sind schlicht zwei Bezugsrahmen.

Wie sollten Sportler ihr Idealgewicht bestimmen?

Diese Formeln taugen dafür nicht. Muskelgewebe ist dichter als Fett, deshalb liegen Kraftsportler oft 15% bis 25% über dem berechneten Gewicht, bei niedrigem Körperfett und gesunden Stoffwechselwerten. Maßgeblich sind hier Körperfettanteil und Taillenumfang. Ebenso können ältere Menschen mit Muskelverlust das Zielgewicht treffen und trotzdem zu viel Fett tragen.

Warum weichen die Formeln voneinander ab?

Weil sie an anderen Stichproben, in anderen Jahrzehnten und für andere Zwecke entwickelt wurden. Devine und Hamwi liegen unter 1% auseinander, Robinson und Miller bei Männern etwa 2 bis 3 kg niedriger. Diese Spanne ist weit kleiner als die natürliche Streuung zwischen Menschen, weshalb die Wahl der Formel weniger zählt als der Blick auf den Gesamtbereich.

Ist ein Gewicht unter dem Ideal automatisch gesünder?

Nein. Ein BMI unter 18,5 geht mit geschwächtem Immunsystem, Knochenschwund, Zyklusstörungen und Mangelernährung einher. Untergewicht bringt zudem häufig zu wenig Muskelmasse mit sich, und Muskeln tragen Stoffwechselgesundheit und Selbstständigkeit im Alter. Das Ziel lautet moderates Körperfett bei ausreichender Muskulatur, nicht die kleinste Zahl auf der Waage.

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